Als Reiseleiter und ehemals langjähriger 2. Vorsitzender des Forchheimer Kreisverbandes hat Michael Lindenberger zusammen mit Pfarrer Steffl aus der Pfarrei Pautzfeld und dem Vorsitzenden der Kreisstelle Forchheim, Georg Hötzelein die Wallfahrt ins Leben gerufen. Schon vormittags gab es Aufregung im Lindenhof bei der Familie Murk-Lindenberger in Heroldsbach. Hatte doch der Bayerische Rundfunk einen Hinweis bekommen, dass die fränkischen Wirte sich auf den Weg machen um für Fachkräfte zu bitten. Bericht in der Abendschau unter dem Motto: Fachkräftemangel in der Gastronomie "Da hilft nur noch beten" – Link: https://www.br.de/mediathek/video/fachkraeftemangel-in-gastronomie-da-hilft-nur-noch-beten-av:5b3b963d3d350a0018da6443
Am Schnittpunkt von drei Landkreisen, Bamberg und Forchheim in Oberfranken und Erlangen/Höchstadt in Mittelfranken ist der Kreuzberg ein idealer „länderübergreifender“ Ort für diese Veranstaltung. Nachdem wir im April beim Wirtefrühling in München dem Ministerpräsidenten unsere Sorgen und Nöte nahegebracht haben, sollte jetzt ganz „oben“ um Hilfe ersucht werden. Linderung der Personalnot sowie eine gute Zukunft für die gastronomischen Betriebe wurden zum Anliegen und Motto für diesen Wallfahrtstag.
16 Uhr: Treffpunkt ist die Kirche St. Peter und Paul in Schnaid. Der Vorsitzende der Reisevereinigung „Fränkische Schweiz“, Michael Lindenberger hat seinen Charme und seine Beziehungen spielen lassen und hat auch die Austrägler aktiviert. Singend und betend ging es zur Wallfahrtskirche Heilig Kreuz. Nach einer kurzen Verschnaufpause gestaltete Pfarrer Steffl und Pfarrer Stark aus Pretzfeld einen festlichen Gottesdienst. Der Schirmherr Landrat Hermann Ulm und die Bezirksvorsitzende Andrea Luger begrüßten die Pilger. Die Singgruppe des Fränkische Schweiz Vereins Bärnfels bereicherte mit seiner gesanglichen Darbietung die Messe. Lesung, Evangelium und Predigt mit Gleichnissen um die Gastfreundschaft sowie ein gemeinsames Abendmahl für alle waren die Höhepunkte. Nach Gottes Segen ging es hinaus zu einem Gruppenfoto. Fröhlich und durstig mit hurtigen Schritten dann hinüber zu „Franzis Lieberth´s Keller“ – einer von dreien auf dem Kreuzberg – um nach Worten geistiger Labsaal an die stofflichen Dinge wie Bier und Brotzeit zu gelangen. „Michl mach´s noch mal“, hieß es immer wieder bis es dunkelte.
Zum Abschied kam von allen Beteiligen die Zusage: Nächstes Jahr zur fränkischen Wirtewallfahrt zum Kreuzberg am 1. Montag im Juli sind wir wieder dabei.
Dank an jeden Einzelnen. Besonders an die Pfarrer, den Organisten, dem Messner, den Ministranten, der Musik und der Mannschaft auf dem Keller.
Text: Georg Hötzelein und Michael Lindenberger
Fotos: Richard Bauer