(München) Die Bedeutung des Tourismus als Leitökonomie der Zukunft wird mehr denn je deutlich, insbesondere in Zeiten, die von Schlagzeilen über Wirtschaftskrisen, Betriebsschließungen und spektakulären Unternehmensabwanderungen in Billiglohnländer gekennzeichnet sind.
Die Tourismuswirtschaft ist, wie kaum eine andere Branche, standortgebunden. Verteilt über das ganze Land, sichern gastgewerbliche Unternehmer gemeinschaftlich mit touristischen Dienstleistern und Zulieferern Arbeits- und Ausbildungsplätze insbesondere auch in strukturschwachen Regionen. Laut einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums trägt die Tourismusbranche in Deutschland inklusive Vorleistungen 9,7 Prozent zur Bruttowertschöpfung des Landes bei, dabei liegt der Anteil Bayerns an der touristischen Wertschöpfung Deutschlands bei 18,5 Prozent.
Als Querschnittsbranche profitieren viele Wirtschaftszweige wie Einzelhandel, Handwerk oder Dienstleistungsbetriebe von den im Tourismus jährlich umgesetzten 31 Mrd. Euro. Bayernweit bietet der Tourismus mehr Arbeitsplätze und trägt mehr zur Bruttowertschöpfung bei als Landwirtschaft, Fahrzeugindustrie, Maschinenbau oder Bankwirtschaft.
Insgesamt ist das Einkommen von über 560.000 Einwohner Bayerns vollständig vom Tourismus abhängig, das entspricht rund 11,7 Prozent aller Gesamtbeschäftigten im Freistaat. Allein in den rund 40.500 bayerischen Hotel- und Gastronomiebetrieben, die zusammen über 13,7 Mrd. Euro erwirtschaften, sind über 354.000 Menschen erwerbstätig, das sind mehr Mitarbeiter als Audi und BMW zusammengenommen weltweit beschäftigen. Ebenso bedeuten 10.500 Ausbildungsplätze, dass beinahe jeder zehnte Auszubildende in einem Restaurant oder Hotel lernt.
„Wenn der Tourismus folgerichtig als Leitökonomie angesehen wird, müssen dementsprechend auch dessen Organisationsstrukturen überprüft und angepasst werden“ fordert Ulrich N. Brandl, Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern: „Denn dass Bayern Deutschlands Tourismusland Nummer 1 ist, ist keine Selbstverständlichkeit, im Gegenteil, sie ist Verpflichtung auch weiterhin Benchmark zu bleiben. Hierfür bedarf es effizienter Strukturen gleichermaßen wie eine schlagkräftige Organisation.“
- Ende der Pressemitteilung -