BHG begrüßt Bundesratsinitiative der bayerischen Staatsregierung in Sachen Mehrwertsteuer

(München) Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband e.V. (BHG) begrüßt die Entscheidung der bayerischen Staatsregierung ausdrücklich, eine Bundesratsinitiative mit dem Ziel der Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für das Gastgewerbe zu starten. „Nachdem die EU endlich den Weg hierfür frei gemacht hat, muss die Politik nun schnellstens handeln, um endlich auch dem deutschen Gastgewerbe eine international wettbewerbsfähige Mehrwertsteuer zukommen zu lassen“ erklärt BHG-Präsident Siegfried Gallus.

(München) Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband e.V. (BHG) begrüßt die Entscheidung der bayerischen Staatsregierung ausdrücklich, eine Bundesratsinitiative mit dem Ziel der Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für das Gastgewerbe zu starten. „Nachdem die EU endlich den Weg hierfür frei gemacht hat, muss die Politik nun schnellstens handeln, um endlich auch dem deutschen Gastgewerbe eine international wettbewerbsfähige Mehrwertsteuer zukommen zu lassen“ erklärt BHG-Präsident Siegfried Gallus.

 

„Ein besseres Konjunkturprogramm, als die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes für das Gastgewerbe gibt es nicht. In Zeiten, die von Schlagzeilen über Bankenkrisen, Betriebsschließungen und spektakulären Unternehmensabwanderungen in Billiglohnländer gekennzeichnet sind, wird mehr denn je die Bedeutung des Tourismus als Leitökonomie der Zukunft für Bayern deutlich. Der Fremdenverkehr ist, wie kaum eine andere Branche, standortgebunden, schließlich können wir unsere Schnitzel nicht in Tschechien braten.“

 

Hotellerie und Gastronomie nehmen als Hauptleistungsträger des Tourismus eine herausragende Stellung ein. Verteilt über das ganze Land, sichern gastgewerbliche Unternehmer allein in Bayern 310.000 Arbeits- und über 16.200 Ausbildungsplätze, insbesondere auch in strukturschwachen Regionen. „Mit 7 Prozent wäre definitiv mehr drin: mehr Wachstum, mehr Investitionen, mehr Beschäftigung – und somit letztlich auch mehr Steuereinnahmen“, erläutert der BHG-Präsident.

 

Zum Hintergrund: Wohl kaum eine andere Branche ist so international ausgerichtet wie der Tourismus. Nachdem in der Gastronomie die Hälfte, in der Hotellerie sogar 22 von 27 aller EU-Mitgliedsstaaten von der Möglichkeit reduzierter Steuersätze Gebrauch machen, ist die Ermäßigung des Mehrwertsteuersatzes für das deutsche Gastgewerbe das zentrale Anliegen der Branche. Bayern ist mit starken touristischen Nachbarländern besonders betroffen. Gallus wörtlich: „Während Hoteliers in Österreich nur 10 Prozent, in Tschechien gerade einmal 5 Prozent und in der Schweiz sogar nur 3,6 Prozent Mehrwertsteuer an das Finanzamt abführen müssen, sind es bei uns satte 19 Prozent.“ Der BHG fordert deshalb seit langem die Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes für das Gastgewerbe.

 

 

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