(Dettelbach) Am 10. Juni wählten im alten Rathaus die unterfränkischen Delegierten des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Bayern turnusgemäß ihre neue Vorstandschaft.
„Alter“ und neuer Vorsitzender des Bezirks Unterfranken ist Michael Berghammer (Hotel Frankenhof, Höchberg). Als Stellvertreter im Amt bestätigt wurde Heinz Stempfle (Sanatorium Werlich, Bad Kissingen) sowie Eva Weber (Gasthof zur frischen Quelle, Heigenbrücken) als 2. Stellvertreterin.
Schriftführer bleibt Thomas Dauenhauer (Akzent Hotel Franziskaner, Dettelbach). Der Kassier heißt auch weiterhin Karl-Wilhelm Wehner (Gasthof am Markt, Bad Neustadt a. d. Saale).
DEHOGA Bayern-Präsident Ulrich N. Brandl forderte in seiner Ansprache massiv faire Wettbewerbsbedingungen für personalintensive Dienstleistungen. Brandl stellte fest: „Dort wo Menschen Dienst am Menschen leisten, ist nun mal nicht die gleiche monetäre Produktivität zu generieren wie sie von Robotern und Automaten am Fließband generiert werden kann.“ Zugleich legte Brandl dar, dass steuerliche Abgrenzungen bei Lebensmitteln „völlig absurd“ seien, denn weder ließen sich 7 Prozent im Stehen bzw. bzw. 19 Prozent im Sitzen logisch rechtfertigen, noch die steuerliche Bevorzugung des Außer-Haus-Geschäftes. Ulrich N. Brandl zog als Fazit: „Dieser Steuer-Wirrwarr macht keinen Sinn und deshalb fordere ich einen einheitlichen Steuersatz für alle Lebensmittel - egal welcher Art, wo gekauft oder wie gegessen.“
Der Bezirksvorsitzende Michael Berghammer wies in seiner Festrede daraufhin, dass das Gastgewerbe in der Gesellschaft eine größere Wertschätzung erfahren müsse. Er erinnerte daran, dass es in Unterfranken Fair Trade Geschäfte und sogar Fair Trade Städte gibt, die Gesellschaft jedoch der Gastronomie kein faires Entgelt bezahlt. „Ein Überleben der Gastronomie in Zukunft wird nur möglich sein, wenn gerechte Preise für die Leistungen gezahlt werden. Nur so kann die Forderung nach Regionalität und Frische auch in Zukunft erfüllt werden“.
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