Zeit ist reif für reduzierten Umsatzsteuersatz im Gastgewerbe

BHG fordert gleiche faire Wettbewerbsbedingungen wie bei Bergbahnen

(München) Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband e.V. (BHG) fordert angesichts der Reduzierung des Umsatzsteuersatzes von 19 auf 7 Prozent für Bergbahnen die gleichen fairen Wettbewerbsbedingungen auch für das Gastgewerbe.

„Alle von den politischen Entscheidungsträgern herangezogenen Argumente, die für die Herabsetzung der Mehrwertsteuer bei Bergbahnen sprechen, gelten umso mehr für Hotellerie und Gastronomie“, so BHG-Präsident Siegfried Gallus.

 

     Die bayerische Tourismusministerin Emilia Müller bringt es auf den Punkt, wenn sie den mehrwertsteuerbedingten, eklatanten Wettbewerbsnachteil im Tourismus zwischen Bayern und seinen Anrainerstaaten anprangert. Doch darunter leiden nicht nur die Betreiber von Bergbahnen.


„Unsere Hoteliers werden knapp doppelt so hoch belastet wie ihre Kollegen in Österreich, fast viermal höher als in Tschechien und gegenüber dem Nicht-EU-Mitglied Schweiz ist die Abgabe sogar über fünfmal so hoch“, erläutert Gallus.

Auch liegt die Bedeutung des Gastgewerbes unter volkswirtschaftlichen Aspekten um ein Vielfaches höher als bei den Aufstiegshilfen. Nicht ohne Grund sind Hotellerie und Gastronomie Hauptleistungsträger des Tourismus, der mittlerweile auch von politischer Seite als neue Leitökonomie angesehen wird. „Mit insgesamt 42 000 Betrieben, 315 000 Erwerbstätigen, 15 400 Auszubildenden und über 11 Milliarden Euro Umsatz ist das Bayerische Gastgewerbe ein starkes Stück bayerischer Wirtschaft, eine tragende Säule des Freistaates“, fasst Gallus die Wirtschaftskraft der Branche zusammen.